Klavierabend mit Yukiko Tanaka

 

Programm

Robert Schumann

(1810 – 1856)

Eintritt

Jäger auf der Lauer  aus op.82 „Waldszenen“

Adolf Henselt

(1814-1839)

Drei Impromptus aus op.7, 17 und 34           (verlorene Träumerei)

Theodor Kirchner

(1823-1903)

Legende  aus op.18 (Dichtungen für das Clavier)

Johannes Brahms

(1833 – 1897)

Romanze, Capriccio und Intermezzi

-Auswahl aus op. 76, 116, 118 und 119-

 

PAUSE

Clara Schumann

(1819 – 1896)

Romanze    - meinem lieben Freunde Johannes -

Adolf Henselt

„Dors-tu, ma vie?“ aus op.2

Theodor Kirchner

Nachtbilder aus op. 25

Robert Schumann

„Meine Ruh´ ist hin“

„Schrei aus tiefsten Herzen“  aus op.4 (Intermezzi)

 

Phantasiestücke op.12

Des Abends

Aufschwung

Warum?

Grillen

In der Nacht

Fabel

Traumeswirren

Ende vom Lied

 

  Über das Programm

 Ausgangspunkt zum Programm des Klavierabends ist das Buch „Verlorene Klänge“ von Gerhard Puchelt. In seinem Buch stellt er  Komponisten des 19.Jahrhunderts vor, die längst in Vergessenheit geraten sind, die aber bedeutende Werke hinterlassen haben. Aus den in Puchelts Buch vorgestellten Komponisten hat Yukiko Tanaka Adolf Henselt und Theodor Kirchner ausgewählt und sie neben Robert und Clara Schumann und Johannes Brahms in ihr Programm aufgenommen.

 Yukiko Tanaka äußert sich dazu folgendermaßen: „Adolf Henselt soll ein begnadeter Pianist gewesen sein. Er brach aber trotz der erwiesenen großen Erfolge, bei denen er sogar mit seinem Zeitgenossen Franz Liszt verglichen wurde,  mit kaum 25 Jahren selbstkritisch und konsequent  seine Laufbahn als Konzertpianist und Komponist ab und widmete sich in Sankt Petersburg fortan  pädagogischer Tätigkeit. Er muss eine hervorragende Technik besessen haben, seine weitgriffigen Läufe schienen mir anfangs fast unspielbar und fast noch unmöglicher als in vielen Werken von Liszt.

 Theodor Kirchner, 10 Jahre älter als Johannes Brahms, wurde von Brahms auch finanziell unterstützt und lebte viele Jahre in der Schweiz in Winterthur.

 Er hat sich fast schließlich dem Klavier verschrieben, wie Frederic Chopin, und hinterließ unzählige Werke, annähernd 1000 Klavierstücke als Lebenswerk.

 Was mich bei der Musik von Henselt wie Kirchner, stark anzieht, sind ihre wunderschönen Klänge. Immer wieder hat mich der Gedanke beschäftigt, warum einige Komponisten durch Generationen lebendig blieben und andere fast in Vergessenheit geraten sind. Wie ein Hauch Ahnung spüre ich den Unterschied zwischen den beiden, aber ich hätte sehr gern erleben wollen, welche wunderschöne Stücke entstanden wären, hätte Adolf Henselt weiter komponiert.“

 Zum Schluss ein Zitat von Robert Schumann über Henselt:

 „Was ich aber Wohllaut, Klangzauber nenne, ist mir noch nie in einem höheren Grade vorgekommen als in Henselts Kompositionen.“