Das Schloss

Schloss Bevern ist als Vierflügelanlage in der Zeit von 1603 bis 1612 durch Statius von Münchhausen errichtet worden. 

Mit seiner klaren Form und der entwickelten Schmuckornamentik stellt es den Höhepunkt einer baulichen Entwicklung dar, die um die Mitte des 16. Jahrhunderts im Weserraum einsetzte. 
Der Sollingstein, ein roter Buntsandstein dieser Gegend, hat als Träger der Bauornamentik, eine stilprägende Funktion. Er wird als Behaustein mit Kerbschnitt- und Beschlagwerkmustern gliedernd und schmückend in den Fassaden eingesetzt. Tür- und Fenstergewände sind aus ihm gestaltet. Ebenso die volutenverzierten Giebel der Zwerchhäuser auf den Dächern und die Utluchten als markante Elemente der sogenannten Weserrenaissance. 

 

Bauliche Besonderheiten, wie der um den Innenhof führende Gang im oberen Stockwerk zur Erschließung der Räume, stellen das Schloss in den Rang eines Bauwerks von nationaler Bedeutung.  Nach einer wechselhaften Geschichte als Adelssitz, Jagdschloss und herzoglicher Residenz, aber auch als Korrektionsanstalt und Waisenhaus im 19. Jahrhundert, befindet sich das Schloss seit 1986 im Besitz des Landkreises Holzminden und wird als Kulturzentrum ausgebaut.